PROJEKTE

PROJEKTE

Bauvorbereitende Sanierung von Flächen
eines ehemaligen Klärwerkes

Standort:
Berlin
Auftraggeber:
Bezirksamt Marzahn-
Hellersdorf,
Wirtschaftsförderung
Ausführung:
02.2012 – 12.2015
Leistungen:
  • Sanierungsunter-
    suchung
  • Sanierungsplanung
  • örtliche Bauleitung
  • Entsorgungs-
    management

Projektziele und Ergebnisse

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin hat im Zeitraum von 2012 bis zum Ende des Jahres 2015 einen zwischen der Bitterfelder Straße, der Hohenschönhausener Str. und dem Nordring gelegenen Grundstückskomplex für eine industrielle Nachnutzung durch so genannte CleanTech-Firmen planerisch und technisch vorbereitet und durch Straßen und Medien erschlossen. Gegenstand der erbrachten Ingenieurleistungen war die Beseitigung ehemaliger auf rund 25.000 m2 abgelagerter Klärschlämme, die aufgrund des Flächenbedarfes vollständig bis 3 m unter Gelände ausgehoben, vorgehalten, deklariert, transportiert und entsorgt werden mussten. Die Maßnahmen umfassten eine flächendeckende Kampfmittelberäumung und ‑freigabe sowie die Herrichtung und anschließende Beräumung einer Vorhaltefläche. Bei der Sanierung sind 100.000 t Boden und Bauschutt bewegt und entsorgt worden. Neben der Sanierung der Fläche C wurden zeitgleich die Maßnahmen zur Geländeberäumung, zum Abbruch und zur Tiefenenttrümmerung, zur Medienerschließung, zum Straßenbau und zum Gala-Bau durch andere fachlich Beteiligte umgesetzt.

Aushub des Klärschlamms bis zu 3m Mächtigkeit
Anschnitt der Klärschlammschicht
Abgedeckte Haufwerke mit je 500m³

Bauvorbereitende Maßnahmen zur Revitalisierung von ehemaligen Rieselfeldflächen

Standort:
Berlin
Auftraggeber:
Bezirksamt Marzahn-
Hellersdorf,
Wirtschaftsförderung
Ausführung:
05.2016 – 2019
Leistungen:
  • Historische Erkundung
  • Detailerkundung
  • Vergabeverfahren
  • Planung und Begleitung der Rodung
  • Bauplanungs-
    unterlage
  • Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe
  • örtliche Bauleitung
  • Entsorgungs-
    management

Projektziele und Ergebnisse

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin beabsichtigt eine Revitalisierung von Standorten im Umfeld des künftigen CleanTech Business Parks. Es handelt sich dabei um Brachflächen, die bis zum Ende der 1960er Jahre als Rieselfelder, in den Folgejahren teilweise zu gewerblichen Zwecken genutzt wurden. Zur Planung der bauvorbereitenden Maßnahmen erfolgte in Abstimmung mit dem Umweltamt eine Historische Recherche zur Erfassung der Rahmenbedingungen und möglichen altlastenrelevanten Sachverhalte. Nach dem Roden der Flächen folgte die Vordeklaration, die Untersuchung der Böden und die Erarbeitung einer Bauplanungsunterlage als Entwurfs- und Ausführungsunterlage. Ab Mitte 2018 begannen die Baumaßnahmen zur vollständigen Beseitigung der Auffüllungsschicht, zur Tiefenenttrümmerung und zur Kampfmittelbergung und ‑separation. Eine Besonderheit war die erhebliche Häufung von Kampfmitteln im Erdreich. Bereits in der Vorplanung gab es Hinweise darauf, dass nach dem II. Weltkrieg auf der Fläche ein Munitionssammel- und -sprengplatz betrieben wurde. Nach Abschluss der Arbeiten waren rund 10 t Kampfmittel geborgen und durch die Berliner Polizei entsorgt.
Bodenaushub bis zu 5 m Mächtigkeit
Nachdrückendes Schichtenwasser wurde abgepumpt
Beschickung der Kampfmittelsortieranlage

Ingenieurtechnische Begleitung und Monitoring der Grundwassersicherung im Ernst-Thälmann-Park

Standort:
Ernst-Thälmann-Park,
Berlin-Pankow
Auftraggeber:

Senatsverwaltung für Umwelt,
Verkehr und Klimaschutz,
Referat VE

Ausführung:
2004 – 2015 als NU
ab 2015ff als AN
Leistungen:
  • Aufnahme des Messstellen-
    bestandes
  • Funktionstest
  • Planung, Begleitung und Auswertung des Monitorings
  • Sanierungsunter­suchungen
  • Gefahrenbeurteilung
  • Ingenieurtechnische Begleitung der GWRA
  • Maßnahmevor-
    schläge
  • Öffentlichkeitsarbeit

Projektziele und Ergebnisse

Der Berliner Ernst-Thälmann-Park befindet sich auf dem Standort eines ehemaligen Gaswerkes. Die seit Beginn der 1990er Jahre durchgeführten Erkungsmaßnahmen wiesen die Benzolanlage als wesentliche Eintragsquelle für Schäden im 1. und 2. Grundwasserleiter durch gaswerkstypische Parameter nach. Zudem ist das Grundwasser in diesem Bereich durch LCKW belastet. Seit 2004 wird der Grundwasserschaden durch ein komplexes Entnahme-, Reinigungs- und Infiltrationssystem gesichert. Zu den Aufgaben der ingenieurtechnischen Begleitung gehören die Überwachung der laufenden Grundwassersicherungsmaßnahmen und Koordination, Dokumentation und Bewertung der Daten aus der Fremdüberwachung und dem Grundwassermonitoring. Das Monitoring umfasst ingesamt ca. 85 in beiden Grundwasserleitern verfilterte Messstellen. 

Die verfahrenstechnischen Abläufe werden auch in Zukunft stetig optimiert. Sie erfolgen im engen Zusammenwirken mit den Bezirksbehörden im Rahmen grünordnerischer Gestaltung im denkmalgeschützten Wohnensemble.

Grundwasserreinigungsanlage
Teerschlamm in Linerbohrungen
Aufgefangene Phasenansammlung aus einer Linerbohrung

Planung eines bewachsenen Bodenfilters und eines
Bewässerungssystems im Ernst-Thälmann-Park

Standort:
Berlin

Auftraggeber:

Bezirksamt Pankow,
Straßen- und Grünflächenamt

Ausführung:

05/2019 – 03/2023

Leistungen:

Für den 1. und 2. BA
jeweils:

  • Grundlagener-
    mittlung
  • Vorplanung
  • Entwurfsplanung
  • Genehmigungs-
    planung
  • Ausführungs-
    planung
  • Vorbereitung und
    Mitwirkung Vergabe
  • Bauüberwachung
  • Dokumentation

Im Zusammen- wirken mit:

IGB-Ingenieurbüro
für Grundwasser und
Boden GmbH, Berlin

Projektziele und Ergebnisse

Durch Niederschlagsdefizite wird der jährliche Bedarf an Wasser für Bewässerungszwecke in öffentlichen Parkanlagen zunehmend größer. Im unter Denkmalschutz stehenden Berliner Ernst-Thälmann-Park kommt hinzu, dass dem dort befindlichen Kiezteich kontinuierlich Wasser zugeführt werden muss, um den Wasserstand zu halten. Zur Vermeidung eines fortwährenden Verbrauchs an Trinkwasser, entschied sich das Straßen- und Grünflächenamt Pankow im Einvernehmen mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Rahmenbedingungen für eine Nutzung von gereinigtem Wasser aus der seit fast 20 Jahren dort laufenden Grundwassersicherungsmaßnahme zu schaffen, die auch in Zukunft Bestand haben wird. Auf der Fläche befand sich bis 1982 ein städtisches Gaswerk. Der geplante bewachsene Bodenfilter sorgt im Sinne einer weiteren Aufbereitungsstufe für den Abbau von Ammonium. Etwa 32 m3 pro Tag gelangen in einen Stauraumkanal und können über Freispiegel- und Druckleitungen dem Kiezteich sowie verschiedenen Bewässerungsentnahmestellen zugeleitet werden. Die Steuerung erfolgt über die bestehende Grundwasserreinigungsanlage.
Bodenfilteranlage des Umweltamtes der Stadt Hamburg im Havighorster Moor
s. vorstehend
Kiezteich im Ernst-Thälmann-Park

Untersuchung, Bewertung und Entsorgungskonzepterstellung für eine ehemaligen Betriebsdeponie auf dem Gelände des Überseehafens Rostock

Standort:
Überseehafen Rostock
Auftraggeber:
Rostock Port GmbH
Ausführung:
10.2003 – 05.2004
07.2018 – 08.2019
Leistungen:
  • Altlasten- und Entsorgungs-
    management im
    Rahmen der örtlichen Bauleitung
  • Historische Recherche
  • Ersterkundung
  • Detailerkundung
  • Gefahrenbeurteilung
  • Entsorgungs-
    konzept
  • Kostenberechnung
  • Dokumentation,
  • Nachuntersuchung
  • aktualisierte Gefahrenbewertung
    und Kostenermittlung

Projektziele und Ergebnisse

Die Rostock Port GmbH beabsichtigte in seiner Eigenschaft als Entwicklungsträger des Überseehafens Rostock das Flächenangebot, welches sich auf dem Standort der ehemaligen Alten Deponie ergibt, zur Vermarktung zu nutzen. Da es zu den Beschaffenheitsverhältnissen im Untergrund und im Umfeld der Altablagerung keine näheren Informationen gab, sollte eine Orientierende Erkundung des Deponiekörpers und seines näheren Umfeldes Klärung verschaffen. Die Bearbeitung gliederte sich stufenweise nach den üblichen altlastenmethodischen Untersuchungsabschnitten und mündete in einer Gefährdungsabschätzung und einer Entsorgungskonzeption für den Standort.

Aufgrund des Ergebnisses der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurde in der Folge von dem Nachnutzungsvorhaben Abstand genommen. Nach aktualisierter Untersuchung der Deponie, erneuter Gefahrenbeurteilung und Kostenermittlung im Jahr 2019 wird das Areal nunmehr in Abstimmung mit der Umweltbehörde in ein Monitoringprogramm aufgenommen und in regelmäßigen Abständen überwacht.

Deponieansicht
Auf dem Deponiekörper
Gasspürmessungen

Machbarkeitsprüfung eines kommunalen Bauvorhabens

Standort:
Berlin-Pankow
Auftraggeber:
Bezirksamt Pankow Straßen- und Grünflächenamt
Ausführung:
07.2018 – 01.2019
Leistungen:
  • Historische Erkundung
  • Untersuchungs-
    programm
  • Vorbereitung der Vergabe
  • Orientierende Erkundung
  • Baugrunderkundung
  • Bauleitung
  • Dokumentation
  • Kostenschätzung
  • Prüfung der Machbarkeit

Projektziele und Ergebnisse

Auf einer im Ortsteil Prenzlauer Berger gelegenen Freifläche soll in den kommenden Jahren ein temporärer Schulstandort errichtet werden. Da das Gelände bis zum Ende des 2. Weltkriegs durch Wohnbebauung bestanden war, mussten in Vorbereitung des Vorhabens zunächst die Ausgangsbedingungen und etwaige Risiken untersucht werden, die sich aus chemischen Belastungen des Bodens und aus gründungstechnischen Unwägbarkeiten ergeben können. In Zusammenarbeit mit dem Büro IGB-Ingenieurbüro für Grundwasser und Boden GmbH wurde die Fläche einer eingehenden historischen Recherche, Orientierenden Altlasten- und Baugrunderkundung unterzogen. Zur Erfassung der verbliebenen Untergrundfundamente erfolgte eine geophysikalische Analyse der Geländeoberfläche. In der Dokumentation wurden anhand der grafisch interpolierten Daten die fachlichen Rahmenbedingungen für den Standort dargestellt, interpretiert und bewertet. Auf Grundlage der bodenchemischen und bodenphysikalischen Ergebnisse konnte die Machbarkeit des Projektes unter Beachtung eines angepassten Bodenmanagements bescheinigt werden.

Sicht auf die Baufläche
Geoelektrische Messung
Bodenerkundung mit der Raupe

Gesellschaft für Standortentwicklungs- und Umweltberatung mbH

Ladewigstraße 23
16562 Hohen Neuendorf OT Bergfelde

Tel. 03303 / 50 41 – 44
Fax 03303 / 50 41 – 45
contact(at)rauch-consult.de

Geschäftsführerin:
Dipl.-Geogr. Birgit Rauch
USt-IdNr. DE190401046

Gesellschaft für Standortentwicklungs- und Umweltberatung mbH